Kempter Carneval Club 1950 e.V. Kempter Carneval Club 1950 e.V.
Vereinschronik des Kempter-Carneval-Club 1950   verfasst von Josef Loos überarbeitet von Bernhard Ketelaer und Gudrun Schweickardt zum 55jährigen Bestehen im Jahre 2005 Zur Darstellung eines Vereins und zur Erhaltung der Tradition gehört es, dass die Chronik des jubilierenden Vereins eine Aussage im Rückblick zu seiner Geschichte macht; so natürlich auch zum 55 jährigen Bestehens (5 x 11  jährigen Bestehens) des „K.C.C.“. Der Carneval oder die “Fassenacht” hat nun nicht von ungefähr in Kempten, dem heutigen Stadtteil Bingen-Kempten, guten Nährboden und soviel Förderung und Anklang gefunden. Es ist und bleibt unbestritten, dass die Landschaft und der Wein die einheimische Bevölkerung maßgeblich geprägt und ihr eine eigene Note gegeben hat. Nicht zuletzt verdanken die „Fassenachter“ in Bingen-Kempten ihren Humor, ihre Schlagfertigkeit, ihr Organisationstalent, ihre Eigenarten, aber auch eine angeborene Improvisation ihrer reizvollen Umgebung am Fuße des Rochusbergs und am Ufer des Rheinstromes. Der Rebensaft tat und tut sein übriges und mancher Vers und manches Lied wäre sicher nicht so gut gelungen, hätte Gott Bacchus dabei nicht Pate gestanden und es mag auch sein, dass mancher hervorragende Vortrag unter dem Einfluss eines weinseligen Abends seinen letzten Schliff erfahren hat. Geselligkeit und Lebensfreude, Mummenschanz und Fröhlichkeit, Aufgeschlossenheit und Verständnis sind nur einige Merkmale der „Kempter Plattköpp“;  Nachfahren jener Urbevölkerung, die sich an der fruchtbaren Hängen unserer bezaubernden Hügel- und Flusslandschaft angesiedelt und sowohl dem wirtschaftlichen als auch dem staatspolitischen Leben ihren unverkennbaren Stempel und Impulse verliehen haben. Die „Kempter Plattköpp“ haben die Vorzüge des Lebens schon von jeher zu schätzen gewusst und auf ihre eigene Art und Weise auch genossen. Mag auch der Mainzer Carneval und der aus der Stadt Bingen gewisse Ausstrahlung gebracht haben, so haben die Kempter „ihrer Fassenacht“ doch stets eine eigene, eine persönliche Note verliehen. „Er fand so viele „Schoden“, dass er für zwei Sitzungen so viel „Stoff“ regnen lies („Gott Jokus“, der Gott der Narrheit ist hier gemeint), dass die Zuhörer pudelnärrisch wurden und beschlossen, „Gott Jokus“ zu ehren einen Fastnachtszug zu veranstalten“ (Rhein- und Nahe-Bote Bingen vom 14. Febr. 1895). Die heutige Generation setzt also mit Unterbrechung fort, was die Altvorderen begonnen haben, auch wenn es bis in die jüngste Zeit im Stadtteil keinen organisierten Carneval, sprich im Verein zusammengefassten Carneval, gab. Dass auch in früheren Jahren an Fastnacht in Kempten etwas los war“, wird durch die Untersuchung Friedrich Mößingers  bestätigt, der um 1930 nach Maskengestalten in Hessen und Rheinhessen fragte und der u.a. in Kempten den „Sackbär“ ermittelte (Friedrich Mößinger: Urtümliche Fastnachtsgestalten in Gau-Hessen-Nassau, in: Jahrbuch für Volks- und Heimatforschung in Hessen und Nassau 1933  1938, Hrsg. von F. Ringhausen, Darmstadt 1938, S. 166  179). Hervorgegangen aus kleinen Anfängen darf man der „Kegelclub Rochusberg“ als den eigentlichen Initiator und also auch als denjenigen betrachten, der zielbewusst rheinische Fröhlichkeit, gepaart mit viel Sinn für Humor und Gemeinnutz, in den „30-er Jahren“ der gesamten Einwohnerschaft nahe brachte, der unermüdlich auch versucht hat, im Sinne von Geselligkeit etwas zu tun. Wenn die närrischen Streiter „in's Schmitte ihrer Kegelbahn“ ins Rampenlicht traten, oder wenn z.B. Peter Bernd seine komischen Reime“ sang, dann ja dann waren häuslicher Kummer, tägliche Sorgen und Alltagsnöte vergessen; unter der Losung „für Mucker und Griesgram iss kein Platz“ rollte die Szenerie. Die Nachkommen von Peter Bernd sind in seine Fußstapfen getreten. Der 2. Weltkrieg setzte einen „STOP“, jäh kam das Ende und so mancher wackere Streiter, bewährte Büttenredner oder gesuchte Liederdichter von „Gott Jokus Gnaden“ musste sein Leben lassen, ruht irgendwo in den kalten Steppen Russlands oder der heissen Sandwüste Afrikas, auf dem Grund eines Weltmeeres. Lange Jahre erklang kein Narrhallamarsch, schrie niemand aus heisser Kehle „Helau“! verstummt waren Fröhlichkeit, versiegt der Humor, Kanonendonner, Fliegerbomben, Hunger und Leid waren unangenehme, nicht gewollte tägliche Begleiter. Die Vorkriegszeit war unvergessen und nach langen Kriegsjahren und der Rückkehr eines grossen Teiles der männlichen Bevölkerung wurden neue Akzente gesetzt, ein Neubeginn setzte neue Massstäbe, wenn auch der Rhythmus der Vereinslebens und dessen Auftrieb nur langsam zu pulsieren begann und sich an neuen Erkenntnissen orientierte. Ausgehend davon, dass Freude und Gemeinsamkeit viele leidvolle Stunden vergessen lassen, waren es Männer und Frauen der damaligen Sportgemeinde Kempten / Gaulsheim, welche die Initiative ergriffen, um im Saalbau Kamp, der „Kempter Gud Stubb“, den Elferräten, den vortragenden Räten, den Liederdichtern, Gesangsgruppen, dem Ballett, nicht zuletzt auch einem Kinderelferrat Gelegenheit der närrischen Betätigung und Entfaltung zu geben. Dass aber ein Sportverein und dazu noch ein so vielschichtiger wie dieser, nicht der ideale Nährboden für den Kulturbereich „Carneval“ war, zeigte sich recht bald. Persönliche Dinge und Differenzen, vor allen aber finanzielle Probleme und teils auch Gehässigkeiten führten dazu, dass im Verlaufe des Jahres 1949 / 1950 Erwägungen Platz griffen, die Karnevalsabteilung der TSG Bingen-Kempten (man hatte sich in der Zwischenzeit von Gaulsheim getrennt) in einen selbständigen Verein zu überführen. Die ersten Besprechungen eines kleinen Kreises wurden in der Wohnung der nachmaligen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Josef Krick geführt, am 21. Februar 1951, noch rechtzeitig zur Fastnachtszeit folgte im Gasthaus“ Zum Rochusberg“ (Inh.: Lorenz Schmitt) die Gründungsversammlung. Es soll dabei nicht unerwähnt bleiben, dass es gerade auch führende Personen der TSG waren, welche die Trennung förderten und befürworteten, um damit einen klaren Trennungsstrich zu ziehen, der aber keinerlei Ressentiments hinterließ.   Die Gründer des K.C.C. Peter Beck, Jakob Krick, Josef Krick, Ludwig Kloos, Josef Loos, Heinz Maul und Karl Peter Der Gründungsvorstand Vorsitzender - Josef Krick; 2. Vorsitzender - Willi Sommer; Schriftführer - Werner Bernd; Kassierer -  Raimund Peter;  Beisitzer - Ludwig Kloos und Philipp Kamp;  Organisationsleiter - Adam Krick; Zeugwart - Karl Peter 1. Elferrat Ludwig Kloos, Jakob Krick, Karl Peter, Raimund Peter, Peter Beck, Josef Loos, Heinz Maul, Bernhard Duch,  Ernst Seum, Fritz Kamp und Anton Kloos. Das 1. Prinzenpaar August Krick und Christa Sommer 1. Ballett Tina Kloos, Anni Sommer, Annemarie Theisen, Magret Brech, Helene Jung, Tina Jung, Berta Schmitt; Leitung: Tina Kloos Die Aktiven der 1. Sitzung Maria und Heinrich Engelhardt, Marianne Brill, Jakob Kassel, Werner Sommer, Julius Geiger, Peter Bernd, Willi Grünewald, Hans Börner, Raimund Peter, Ferdinand Peter, Franz Stoll, Karl Krick, Karl Sommer und Peter Saufhaus 1. Kinderelferrat Hans Börner, Klaus Velten, Harald Schweickardt, Karl-Heinz Hahn, Walter Brand, Hans Herpel, Hans Dickescheid, Ria Engelhardt, Dora Engelhardt, Marlene Krick und Annemarie Brill. 1.  Prinzengarde - Jungen Klaus Velten, Hans Herpel, Ludwig Gresch, Jakob Brill, Karl-Josef Müller, Willi Gunst, Günter Wernersbach, Hans Börner, Jakob Merk, Kurt Werner, Erich Kunz, Josef Weiner, Albert Kraus und Toni Dessoy. 1. Prinzengarde - Mädchen Rita Sturm, Maria Sturm, Erika Kimmel, Rita Krist, Anneliese Velten, Christa Brill, Marliese Burkard, Waltraud Brand und Katharina Bernd.   Der erste Kreppelcafe startete am 25. Januar 1953 im Saal der Gastwirtschaft Lorenz Schmitt. Schwierig war der Neubeginn, langsam kam der Zug in Fahrt. Zum 11-jährigen Bestehen hatte der K.C.C. am 21. Januar 1961 zur Jubiläumssitzung in den Saalbau Wendelin Kamp eingeladen. Mit der dann später folgenden Schliessung des Saalbaues Kamp begann für den Verein eine Odyssee, die fast zum Niedergang des Clubs führte. Der K.C.C. stand am Rande seiner existenziellen Möglichkeiten. In den Räumlichkeiten der Gastwirtschaft Sturm („Zum Winzerhaus“) und Hollenbach / Winter („Kempter Eck“) wurden mehr schlecht als recht die Sitzungen abgehalten, das Vereinsleben stagnierte. Erst mit dem Bau des Sportheimes, durch die unermüdliche Triebkraft des Ehrenmitgliedes des K.C.C. und Ehrenbürger der Stadt Bingen am Rhein Jakob Schadt, begann für den K.C.C. eine neue Ära. Der närrischer Tradition folgend, fand am 8. Oktober 1972 anlässlich des 2 x 11-jährigen Bestehens im „neuen Sportheim“ eine Ehrung der Gründer und langjähriger Mitglieder statt, an der neben dem K.C.C. die katholische Kirchenmusik und der Männergesangverein 1877 beteiligt waren. Die Festrede hielt der Mitbegründer des K.C.C. Bürgermeister Josef Loos. Der Kempter-Carneval-Club ist im Vereins- und Kulturleben des Stadtteils fest verankert. So wie er sich nach seiner Gründung mehrfach am Binger Winzerfest beteiligte und zu den Festzügen 1951, 1952, 1953 und 1954 mit Gruppen einschl. der Prinzengarde und dem Wagen „Rollender Weinkeller“ beteiligte, so ist er seit langen Jahren verantwortlich für die Abwicklung des Fastnachtszuges aller Kempter Ortsvereine, bis 1973 am Rosenmontag ablaufend, ab 1974 aus vielerlei Gründen auf den Fastnachtssonntag verlegt. Diese Verlegung des „Kempter Zuges“ hat sich bewährt, was man an einer Jahr für Jahr wachsenden Teilnehmer- und Zuschauerzahl ersehen kann. Der Fastnachtsumzug der Kempter Ortsvereine hat einen weit über die Stadtgrenzen Bingen's bekannten und guten Namen. In diesem Zusammenhang muss man an den damaligen Zugmarschall und Ehrenmitglied des K.C.C. Karl Peter erinnern. Er war es, der unermüdlich für die Belange „seines“ Zuges im Einsatz war und den Grundstein für den Fastnachtszug in seiner heutigen Form gelegt hat. Karl Peter war es der erkannte, dass die Materialien für Bühnendekoration und den Fastnachstwagenbau ein Ausmaß erreicht hatten, dass die Unterbringung in diversen Scheunen bei den Landwirten und Winzern wohl nicht mehr lange möglich sein wird. So war er die Triebfeder, die in Gesprächen mit der Stadt Bingen am Rhein, hier besonders mit dem damaligen Oberbürgermeister Erich Naujack, erreichte, dass ein Grundstück in Erbpacht erworben werden konnte und hierauf eine Halle zur Unterbringung der Wagen und Bühnendekoration (Einweihung im Oktober 1987) erbaut wurde. Zwischenzeitlich wurde noch das 33-jährige Bestehen, mit einigen Jubiläumssitzungen, im Jahre 1983 gebührend gefeiert, in dessen Chronik es hieß: „Der „Club“ hat nicht nur nach dem Bau des Sportheimes und der damit verbundenen Möglichkeiten einen enormen Aufschwung genommen; erfreulich ist der starke Anteil des „jungen Elementes“. (Zitat aus der Chronik zum 33-jährigen Bestehen von Josef Loos). Stand man schon oftmals durch den Tod von Aktiven vor der Frage: „Wie geht es nun weiter ?“, so traf das im Jahre 1988 ganz besonders zu. Im November 1988 verstarb plötzlich das Ehrenmitglied Karl Peter. Wer ist jetzt für den K.C.C. für den Fastnachtsumzug verantwortlich? Schnell fanden sich hier zwei Männer, die hervorragend in die Fußstapfen ihres Vorgängers gewachsen sind, Bernhard Brunner und Karlheinz Schütz. Nicht zu vergessen ist hierbei die gewaltige Unterstützung von ihren Familien und Angehörigen. Als Eröffnung der 44-jährigen Jubiläumscampagne fand im November 1993 eine „Nostalgiesitzung“ statt. Hier wurden Beiträge aus längst vergangenen Zeiten von den Aktiven dargeboten. Narren wie Maria Bernd („Johann, er is nit do“), Doris Racky („Miss Kartoffel“), Oskar Schuwald („Der Feuerwehrmann“), Stefan “Mini” Krick und Ralf “Snoopy” Gründonner („Die Kempter Zwillinge), Stefan Krick und Michael Solzbacher (Sketch „Dinner for one“) und viele mehr ließen die Veranstaltung zu einem Highlight werden. Nach einer Mitgliederversammlung im Jahre 1997 besannen sich einige Aktive auf die Zeit zurück, in der in Kempten noch Theater gespielt wurde. Man beschloss, in weinfroher Runde im Weingut „Dreikönigshof“, eine Theater AG zu gründen. Gesagt - getan - das jüngste Kind des K.C.C. hat bei den seitherigen Aufführungen überaus erfolgreich gewirkt und gezeigt, dass die Kempter (aber auch Auswärtige) auch an diesen Theaterstücken viel Freude haben. Die Aufführungen finden alle zwei Jahre statt  zuletzt im Oktober 2004. Die eigens für Bühnen- und Wagenbauutensilien gebaute Halle begann, durch den immer größer werdenden Fundus, aus ihren Nähten zu platzen. Aus diesem Grund entschloss man sich einen „40-Fuß-Container“ anzuschaffen. Ein solcher konnte, gebraucht von der Spedition Frankenbach aus Wiesbaden, erworben werden. Wieder standen umfangreiche Arbeiten an, um den Container so zu gestalten, dass er den erforderlichen Zwecken entsprach. Zu Beginn des 50-jährigen Bestehens, im November 1999, veranstaltete man wiederum eine „Nostalgiesitzung“, zu der alle Mitglieder recht herzlich eingeladen waren. Eine Besonderheit hierbei war, dass Eintritt erhoben wurde. Dies jedoch nur aus dem Grund, den kompletten Eintrittserlös (ohne Abzüge) an den Verein für Leukämie- und Tumorkranker Kinder in Mainz zu spenden. Nach erfolgter Aufrundung aus Vereinsmitteln waren dies stolze DM 3.333,33, die während einer Jubiläumsmatinee im Januar 2000, zu der allen Ortsvereine und alle närrische Korporationen aus gesamt Bingen eingeladen waren, übergeben wurden. Im Laufe der Jahre passierte noch das Ein oder Andere in den Reihen des K.C.C. und in jeder Session fanden eine Herrensitzung, eine Damensitzung, zwei Gemeinschaftssitzungen sowie eine Kinder- und Jugendsitzung statt, die immer regen Zuspruch hatten. Ein wichtiges Datum für uns war allerdings das Jahr 2001. Hier wurde durch den Sportheimausschuss (Hassia und T.S.G.) festgestellt, dass das in die Jahre gekommene Sportheim nicht mehr veranstaltungstauglich war. Man traf sich mit den Ortsvereinen und den Verantwortlichen der Stadt Bingen am Rhein, an deren Spitze die Oberbürgermeisterin Frau Birgit Collin-Langen, um diese Problematik zu erörtern. Viele der anwesenden Vereinsvertreter machten gute Vorschläge die es galt umzusetzen. Klar war jedoch, dass das Sportheim nur noch so herzurichten ist, dass es für eine Übergangszeit, bis der Stadtteil Kempten über eine Mehrzweckhalle verfügt, erhalten, werden kann. Wie kann es anders sein, die 55jährige Jubiläumssession wurde wieder mit einer tollen Nostalgiesitzung eröffnet Ein Novum hierbei war, dass alle Aktiven Eintritt zahlen mussten. Der gesamte Erlös aus dem Verkauf der Eintrittskarten wurde für einen gemeinnützigen Zweck  in Kempten gespendet. Im Rahmen dieser Feier erhielt Hansi Schmitt den Silbernen Verdienstorden und Bernhard Ketelaer  den Goldenen Verdienstorden der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval 1946 e.V. für ihre unermüdliche Arbeit zum Wohle des KCC. Auch wurde bei dieser Sitzung für die Jubiläumskampagne das Prinzenpaar Kristin Schmitt-Jontzik und Ralf Gründonner sowie das Kinderprinzenpaar Alisa Krick und  Joschka  Nicolai inthronisiert. Ferner wurde unser neuer Elferratspräsident Jörg Krick nominiert. Die bisherigen Präsidenten des Herrenelferrates Ludwig Kloos, Werner Bernd, Friedel Krick, Harald Schweickardt, Gerhard Remmet, Stefan Krick und Jörg Krick Die bisherigen Präsidentinnen des Damenelferrates Marianne Brill, Christa Bernd, Elvira Biebesheimer, Hansi Schmitt  Unsere bisherigen Prinzenpaare August Krick und Christa Sommer Anton Kloos und Christa Bernd, geb. Sommer Anton Kloos und Christa Brill Anton Kloos und Ingrid Loos Lothar Gresch und Margot Janz Lothar Gresch und Hiltrud Jung Peter Krick und Elvira Bernd Michael Solzbacher und Brigitte Pfeifer Mathias Kastell und Beate Bernd Roberto Centonze und Michaela Bernd Jörg Krick und Carolin Lenz Ralf Gründonner und Kristin Schmitt-Jontzik Joschka Nikolai und Alisa Krick (Kinder- und Jugendprinzenpaar) Vorstand im Jahre des 55 jährigen Jubiläums: 1. Vorsitzender Bernhard Ketelaer, 2. Vorsitzender Harald Schweickardt, Schriftführerin Michaela Edelweiss, Kassiererin Petra Flashaar-Bloedorn, Präsidentin des Damenelferrates und Leiterin Kinder- und Jugendabteilung Hansi Schmitt, Präsident des Herrenelferrates Jörg Krick, Beisitzer: Kristin Schmitt-Jontzik, Gudrun Schweickardt, Ralf Gründonner, Martin Kalk und Bernhard Brunner Im Laufe der Jahre kam es zu vielerlei Veränderung innerhalb des K.C.C. Alteingesessene Aktive haben die Narrenbühne verlassen, andere, erfreulicherweise auch sehr viele junge Aktive, sind in deren Fußstapfen getreten. Die Gesichter in den Elferräten, den Balletts und anderen Gruppen haben sich verändert und verjüngt. Kontinuität wurde groß geschrieben. Die Aktiven auf der Bühne waren und sind Eigengewächse. Zwar mittlerweile nicht mehr nur aus „Kempter Narrenholz“ - nein, auch die sogenannten „Zugezogenen“ beteiligen sich intensiv am Vereinsgeschehen. Die Sitzungen des K.C.C. erfreuen sich nach wie vor sehr großer Beliebtheit. Die Besucher kommen nicht nur aus dem Stadtteil, sie kommen darüber hinaus aus naher und ferner Umgebung. Aus dem schier endlosen Repertoire der Kinder- und Jugendabteilung, die seit vielen Jahren von Hansi Schmitt geführt wird, konnten immer wieder Lücken geschlossen werden und die Nachwuchsredner, -sänger und –tänzer bei den Aktiven integriert werden. Im Jahre 2007 kam es dazu, dass der seit 1983 amtierende 1. Vorsitzende Bernhard Ketelaer nicht mehr zur Wiederwahl angetreten ist. Ein Jahr zuvor stellte der damalige 2. Vorsitzende Harald Schweickardt sein Amt zur Verfügung um den Amtswechsel an der „Spitze“ nicht in einem Jahr vollziehen zu müssen.  Harald Schweickardt wurde aufgrund seiner jahrzehntelangen Verdienste um den K.C.C. zum Ehrenvorsitzenden und Ehrenmitglied ernannt. In der Mitgliederversammlung wurde im Jahre 2007 die zu diesem Zeitpunkt 2. Vorsitzende Hansi Schmitt zur 1. Vorsitzenden gewählt. Ihr Vorgänger Bernhard Ketelaer, der den Vorsitz 24 Jahre innehatte, wurde durch die neue Vorsitzende, aufgrund Votum der Mitglieder-versammlung, zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Ebenso wurden die ausgeschiedenen Wagenbauer Bernhard Brunner und Karl-Heinz Schütz zu Ehrenwagenbauern ernannt. Um den modernen und notwendigen Gegebenheiten und Vorschriften Rechnung zu tragen, wurde der K.C.C. ins Vereinsregister eingetragen und trägt seitdem den Namen Kempter-Carneval-Club 1950 e.V. Zu einem ganz besonderen Vorfall kam es im Jahre 2008: Einbruch in die Wagenhalle! Zunächst unbekannte Vandalen zerstörten viele Motivwagen des K.C.C. oder haben diese stark beschädigt. Ganz zu schweigen vom hohen finanziellen Schaden, war doch der immaterielle, ideelle Schaden unermesslich. Was am Ende aber noch schlimmer war: Als eine der Einbrecher wurde eine junge Aktive des K.C.C. entlarvt. Dieser Sachverhalt traf die Aktiven und Mitglieder des K.C.C. tief. Leider blieb es nicht bei diesem einen Einbruch. Meist hielt sich der angerichtete Sachschaden aber gottlob in engen, finanziellen Grenzen. Zwischenzeitlich waren auch die Kinder- und Jugendlichen dazu animiert sich auf der Theaterbühne zu versuchen. Was als Versuch gestartet wurde, entwickelte sich ebenso zu einem wiederkehrenden erfolgreichen Event wie dies bei den „Großen“ geschehen ist. Die „wirtschaftliche“ Situation in Kempten – seit Jahren existiert keine Gastwirtschaft, oder sprachgebräuchlich „Kneipe“ mehr in Kempten – veranlasste die Verantwortlichen des K.C.C. auf Raumsuche zu gehen. Hatte man nur sehr mangelhafte Möglichkeiten Vorstandssitzungen, Aktiventreffen oder kleinere Veranstaltungen abzuhalten, so sollte sich dies 2012 etwas entspannen. Es wurde eine „Narrestubb“ als kleines Vereinsheim eingerichtet. Im Vereinsleben präsentiert sich der K.C.C. mit großem Elan an dem seit 2014, im Rahmen der Kempter Kerb, installierten Seifenkistenrennen. War es im ersten Jahr nur eine Mixmannschaft (Thomas Schöller, Maximilian Schmitt und Kristin Schmitt-Jontzik), so gingen die Damen und Herren in 2015 mit eigenen Mannschaften ins Rennen. Die Mannschaft um Jutta Hemmersbach, Kristin Schmitt-Jontzik und Elke Steinmetz erreichte sogar einen „Pokalplatz“. Sie erhielten den Pokal für die meisten Reifenplatzer. Den von der Stadt Bingen seit 2014 vergebenen Orden für besondere Verdienst um das Narrenbrauchtum erhielten bisher seitens des K.C.C. Hansi Schmitt (2014) und Bernhard Ketelaer (2015). Vorstand im Jubiläumsjahr 2015 1. Vorsitzende Hansi Schmitt, 2. Vorsitzender Peter Heid, Kassiererin Petra Flashaar-Bloedorn, Schriftführerin Jutta Hemmersbach, Beisitzer, darunter der Präsident: Jörg Krick; Konny Krick, Kristin Schmitt-Jontzik, Elke Steinmetz, Beate Dindorf und Sandra Wagner. Im Jahr des Jubiläums folgt der K.C.C. wieder einer alten Tradition. Es gibt bei den Aktiven, sowie bei den Kindern- und Jugendlichen, wieder Prinzenpaare: Aktive: Anna Bungert und Philipp Hemmes Kinder- und Jugendliche: Maren Heber und Johann Dessoy Die Vorsitzenden 1951 – 1957 Josef Krick 1957 – 1961 Karl Peter 1961 – 1968 Heinrich Engelhardt 1968 – 1975 August Krick 1975 – 1983 Karl-Otto Geiger 1983 – 2007 Bernhard Ketelaer ab 2007 Hansi Schmitt Die Ehrentitelträger im Jubiläumsjahr: Ehrenmitglieder Christa Bernd, Johann (Hans) Bernd, Maria Bernd, Werner Bernd, Anneliese Jung, Raimund Peter, Dagmar Schuwald, Harald und Gudrun Schweickardt Ehrenpräsidentinnen Christa Bernd, Elvi Biebesheimer Ehrenvorsitzende Werner Bernd, Bernhard Ketelaer Ehrenkulissenschieber Reinhard Brill, Franz Jung und Norbert Reisch Ehrenwagenbauer Bernhard Brunner und Karl-Heinz Schütz Träger des Ehrenordens des K.C.C. Christa Bernd, Johann (Hans) Bernd, Maria Bernd und Werner Bernd Ebenso wie Prinzenpaare wird es in der Jubiläumskampagne Besonderes geben. Nach einem Gottesdienst wird die Kampagne mit einer Veranstaltung unter dem Motto „Aktive für Aktive“ eröffnet. Ferner wird es auch eine Jubiläumsmatinee geben. Das Jahr des Jubiläums bedeutet für den K.C.C. nicht nur feiern - die Jubiläumskampagne bedeutet auch Abschied nehmen. Abschied von Nostalgie und Begrüßen von Modernem. Schweren Herzens verlässt der K.C.C. das in die Jahre gekommene Sportheim und zieht in eine moderne Mehrzweckhalle um, die nach dieser Jubiläumskampagne Heimat des Vereins wird. Alle Aktiven und Verantwortlichen erhoffen sich, dass das neue Domizil den Fortbestand sichert und sich alle künftigen Veranstaltungen weiterhin so großer Beliebtheit bei den Besuchern – Narren – aus nah und fern erfreuen. Die Aktiven auf, vor und hinter der Bühne leben nach wie vor das Motto: „Allen wohl und niemand weh!“
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